Augenschutz · Übersicht

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Prävention und Hilfen


Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Prävention und Hilfen

Dr. med. Ken Selde

Facharzt FMH für Augenheilkunde und Augenchirurgie


Bei der altersbedingten Makuladegeneration entsteht ein Netzhautschaden der sukzessive zum Sehverlust führt, beginnend mit Einschränkungen in der Mitte des Sichtfeldes. Diese Erkrankung des Auges sehen wir in unserer Praxis vor allem bei Patienten ab dem 60. Lebensjahr. Kommen Sie deshalb regelmässig zur Früherkennung in unsere Praxis.

 

Ist die Netzhaut einmal geschädigt, lässt sich dieser Schaden nicht wieder beheben. Als typische Auslöser einer Makuladegeneration gelten vor allem das Rauchen und direktes Sonnenlicht. Diese Risikofaktoren gilt es auszuschalten, um die Entwicklung der Erkrankung zu vermeiden oder zu verzögern. Auch Nahrungsergänzungsmittel mit Lutein, Zink und Omega-3-Fettsäuren können zur Prävention eingesetzt werden. Die effektivsten Kombinationen dieser Nährstoffe wurden in den ARED-Studien (Age-related Eye Disease) untersucht und anschliessend für die Behandlung empfohlen.

 

Bei der Exposition in der Sonne ist es vor allem das blaue Licht, das die Makuladegeneration fördern kann. Um den blauen Lichtanteil zu filtern und so die Augen zu schützen, können Sie auf verschiedene Brillen für die Makuladegeneration zurückgreifen. Für diese gibt es Gläser mit Blaufilter. Noch stärker sind Gläser mit einem Blaublocker. Sie verändern allerdings das Farbsehen durch die Brille deutlich.

 

Hat sich eine Makuladegeneration erst einmal entwickelt, helfen auch hier verschiedene Brillen und Lupensysteme. Bei Arbeiten am Bildschirm kann Sie eine spezielle Bildschirmsoftware beim Lesen unterstützen. Sowohl Brillen, als auch Software entwickeln sich stetig weiter und sorgen für mehr Schutz und Sehkomfort. Um die optimale Lösung zu bekommen, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Optiker. Die Auswahl der Gläser sollte in erfahrenen Händen liegen.

 

Alternative Hilfen zu diesen Optionen sind bisher für die Makuladegeneration nicht belegt.


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